Nr. 701; 11.9.2011; 24. Sonntag im Jahreskreis; Webausgabe
(frühere Ausgaben im
WB - Archiv)
Pfarre St.Thekla;
St.Thekla von A bis Z;
Volksschule
Thema * aktuell * Termine * Verschiedenes/Berichte * Tagesliturgie * Allgemeines, Impressum, links
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Ein Tag, der die Welt veränderteDass wir heute
ein Evangelium von der Vergebung hören kommt vielleicht nicht
von ungefähr. Vor zehn Jahren, am 11. September 2001 hat der
Anschlag auf das Worldtrade-Center in New York die Welt und das
Denken der Menschheit verändert. Er hat tiefe Wunden gerissen in
die Herzen der Menschen, die dabei ihre Angehörigen verloren
haben, und in die Herzen ganzer Völker, denen es nun schwerer
fällt, einander zu vertrauen. Er löste einen
Vergeltungskrieg aus und wurde zum Inbegriff eines Kulturkampfes
zwischen christlicher und islamischer Welt hochstilisiert.
Aber wie christlich ist dieser Rachefeldzug? Auf das Evangelium kann er sich nicht berufen: dort wird statt Vergeltung die Vergebung gepredigt. Es ist gut, gerade an einem solchen Tag in einem Gleichnis zu hören, wie das Reich Gottes beschaffen ist. Es ist gut, an einem solchen Tag ermutigt zu werden, den Frieden und die Vergebung zu suchen. Zeichen der Versöhnung: In Österreich wollen Vertreter der großen Weltreligionen am 11. September um 11 Uhr am Kremser Pfarrplatz mit einem „Friedensgebet der Religionen” ein Zeichen der Verständigung und der Versöhnung setzen. Unter dem Motto „Zusammen leben – Unsere Bestimmung” findet vom 11. bis 13. September in München das interreligiöse Internationale Friedenstreffen der christlichen Gemeinschaft Sant'Egidio statt. |
Ganz Österreich zu Fuß durchquert
Matthias
Stiedl und Christoph Listabarth aus unserer Pfarre haben im Sommer
ganz Österreich auf dem Österreichischen Jakobsweg
durchquert, dabei von Lindau bis Wien 805 km zu Fuß
zurückgelegt und somit 805 € für das Patenkind der
Jungschar „erwandert“. Wir gratulieren! Ihr Wandertagebuch finden Sie auf www.lindau2wien.wordpress.com |
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Biblisch unterwegs im Lainzer TiergartenBei unserer
Bibelwanderung für Jung und Alt am 18. September 2011 in den
Lainzer Tiergarten werden wir vom Lainzer Tor über das Rohrhaus
und den Wiener Blick zur Nikolaikapelle wandern und anschließend
den Heurigen Fuhrmannhaus in der Linzer Straße besuchen.
Unterwegs werden wir uns bei mehreren Stationen mit dem Buch Jona, einer spannenden und überraschend humorvollen biblischen Lehrerzählung befassen. Nähere Informationen finden Sie auf einem Flugblatt in der Kirche oder im Internet Treffpunkt: entweder vormittags um 10:50 oder nach dem Mittagessen um 13:20 am Kirchenplatz von St. Thekla |
Danke für die ehrenamtliche MitarbeitDas Jahr
2011 ist das Europäische Jahr des Ehrenamtes: ein guter Anlass
für uns, um den über 100 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern in der Pfarre, bei der Jungschar und Jugend und bei
den Pfadfindern im Rahmen einer gemeinsamen Feier Dankeschön zu
sagen. Deshalb haben wir die Pfarrgemeinderäte und die Mitglieder der Arbeitskreise, die Verantwortlichen für verschiedenen Gruppen und Aktivitäten, die Kommunionhelfer/innen, sowie die Gruppenleiter/innen bei der Jungschar, der Jugend und bei den Pfadfindern zu einem gemeinsamen Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterfest am Freitag, den 23. September um 19:00 im Calasanzsaal eingeladen. Dieses Fest soll auch eine Gelegenheit sein, einander besser kennzulernen und miteinander Erfahrungen auszutauschen. ( Renate Eibler) |
Besuch im Nationalparkhaus Lobau am 25.9.2011Am
Sonntag, den 25. September 2011 hat "Kultour mit St. Thekla"
einen Besuch des Nationalparkhauses Lobau geplant – allerdings
nur bei trockenem Wetter. Das Nationalparkhaus Lobau liegt am Eingang zum Nationalpark Donau-Auen und bietet neben Informationen zum Nationalpark (Videos, Modelle, …) derzeit eine Sonderausstellung über Biber, die seit einiger Zeit wieder bei uns heimisch sind. Mehr zum Nationalparkhaus unter www.nph-lobau.wien.at Ein Picknick im Garten ist möglich. Treffpunkt mit Uli und Stefan Wallisch: 14:00 am Kirchenplatz (Fahrscheine nicht vergessen!) |
September 2011 |
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Do 15.9.2011▐ |
6:30 DoWoGo in der Kapelle |
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So 18.9.2011▐ |
Bibelwanderung in den Lainzer Tiergarten |
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Fr 23.9.2011▐ |
15:00 Messe im Pensionistenwohnhaus Wieden |
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So 25.9.2011▐ |
Patrozinium der hl. Thekla: |
Blick über den GartenzaunDi 13.9.2011
20:00 „Außer Atem à deux flûtes“
Flötenkonzert in der Christuskirche, 1100 Wien, Matzleinsdorfer
Platz 1 Fr 16.9.2011 10:00-18:00 „Alter braucht Zeit“ Caritas-Pflegetag am Stephansplatz. Programm: siehe www.caritas-wien.at Sa 17.9.2011 16:00 und So 18.9.2011 15:00 Maria-Namen-Feier 2011 im Wiener Stephansdom. Motto: „Mit Vertrauen in die Zukunft“ Am Sonntag anschließend Prozession zur Mariensäule am Platz am Hof |
24. Sonntag im Jahreskreis |
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1. Lesung: Sir 27, 30 - 28, 7 (27, 33 - 28, 9) - - - - 2. Lesung: Röm 14, 7-9 |
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Evangelium: Mt 18, 21-35 |
Evangelium:Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben?In
jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich
meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt?
Siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern
siebenundsiebzigmal.
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Kommentar:Vergeben, ein Dauerbrenner
Vergeben ist schwer!
Schnell stoßen wir auf vielfältige Sperren in uns selbst:
Schmerz, Zorn und Enttäuschung, aber auch die eigene Ohnmacht
und Verletzlichkeit bedrängen einen. Das Vergeltungsbedürfnis
fordert, dass derjenige, der mich so verletzt hat, dafür zahlen
muss! Doch Rache, Bitterkeit, Ressentiments und Unversöhnlichkeit
sind wie die vier Wände einer Gefängniszelle, in die wir
uns selber einschließen.
Ein wichtiger Schritt auf dem Weg des Vergebens besteht darin, die eigenen „dunklen” Gedanken und Gefühle wahrzunehmen und auszuhalten. Denn verletzte Gefühle, die nicht zugelassen werden, heilen nicht. Nur was angenommen ist, kann erlöst werden, wusste schon die alte Kirche. Wie lässt sich angesichts der vielen inneren Widerstände das Wort Jesu verstehen, 77 mal zu vergeben? Verlangt Jesus da nicht unmenschlich viel?! Laut Chesterton geht es nicht um 77 verschiedene Verletzungen, sondern um ein und dieselbe Wunde, die sich ungewollt immer wieder neu zu Wort meldet. Vergeben ist keine einmalige Willensentscheidung, sondern ein Weg, der aus vielen Etappen und manchmal aus 77 neuen Anläufen besteht. Um an diesem Prozess dranzubleiben, braucht es Kraft und geduldige Entschiedenheit. Jesus lenkt unsere Aufmerksamkeit auf die Atmosphäre in der neuen Welt Gottes: Wer selber die Barmherzigkeit und Vergebung Gottes erfahren hat, kann und soll davon ablassen, jemandem seine Schuld heimzuzahlen. Und er wird fähig, eine neue Zukunft zu eröffnen, die weder von der schuldhaften Vergangenheit noch von der unversöhnten Erinnerung diktiert ist. (Sr. Melanie Wolfers („Der Sonntag“ vom 11.9.2011)) |